Wenn Stoffwechsel und Psyche zusammenspielen: Neue Wege zur Behandlung von Depressionen

Forschung zur Metabolischen Psychiatrie an der Goethe-Universität Frankfurt
Goethe-Universität Frankfurt, Psychiatrie
Depression
5 Jahre
Ausstattung der Stiftungsprofessur für Metabolische Psychiatrie
Depressionen haben viele verschiedene Ursachen und sprechen nicht bei allen Betroffenen gleich gut auf eine Behandlung an. Ein bislang wenig beachteter Faktor ist der Stoffwechsel: Insulinresistenz und eine sehr fett- und zuckerreiche Ernährung könnten auch die Funktion des Gehirns und damit depressive Symptome beeinflussen.
Das Forschungsprojekt untersucht, wie eng Stoffwechsel, Ernährung und Depression miteinander verbunden sind. Dabei wird erforscht, ob eine gestörte Wirkung von Insulin im Gehirn mit Freudlosigkeit und Konzentrationsproblemen zusammenhängt und welche Rolle eine westliche, hochkalorische Ernährung dabei spielt. Auch Veränderungen des Darmmikrobioms und entzündliche Prozesse werden betrachtet.
Langfristiges Ziel ist eine gezieltere Behandlung: Wenn sich bestimmte Stoffwechselveränderungen als Ursache oder Verstärker depressiver Symptome bestätigen, könnten künftig diejenigen Patientinnen und Patienten identifiziert werden, die von einer auf den Stoffwechsel ausgerichteten Therapie besonders profitieren.


